Bildungsreise mit der Elbe 1 Crew

Wie schon in den vergangenen Jahren stand ein Ausflug mit der Elbe1 zum Jahresende im Raum. Erfolgreich hatte Christa Rehm wieder etwas organisiert. Geheimnisvoll, weil sie nicht dazu zu bewegen war, das Reiseziel zuvor zu verraten.
So ging es frühzeitig mit dem Bus auf der A27 nach Süden.

 

Als die  Autobahn Abfahrt in Bremerhaven -Geestemünde benutzt wurde, ging das Rätselraten erneut los.
Nach einer Kreuz und Querfahrt  durch das Hafengebiet hielt der Bus bei der Firma Cassen & Plath.
Aha – das ist doch die Firma, bei denen Magnetkompasse hergestellt werden.
Diese sind auf allen Weltmeeren zuhause. Auch bei uns auf der Elbe1.!

Begrüßt wurden wir von den Herren Schnarrenberg und Assefi.
Beide stellten uns die Firma und Produkte vor,  die bereits im Eingangsbereich ausgestellt werden.
Cassen & Plath produziert seit seiner Gründung in Deutschland.

Dabei wird jedes einzelne Produkt  in Bremerhaven in Handarbeit montiert, justiert und geprüft.
In einer anschließenden Führung durch die Werkstätten konnte man einzelne Arbeitsschritte in der Herstellung beobachten.

Beeindruckend waren die in Betrieb befindlichen CNC Fräsmaschinen und die Herstellung eines Sextanten – Rahmens.
Der Radius des Gradbogens entspricht internationalen Standards.
Schon der Aufbewahrungskasten verdient eine besondere Beachtung. ( Schicke Kiste )
Ein kompletter Sextant wurde gerade in diese von Herrn Asskamp eingebaut.

Ein Kompass wird bei der Fertigung mit großer Geduld und langjährige Fachkenntnisse.

In einer langen Prüfsequenz wird geprüft, justiert,  kalibriert und dokumentiert, bevor sie an die Kunden in aller Welt ausgeliefert werden.

Zum Abschluß gab es noch belegte Brötchen. Auch hier wurden ausführlich Fragen zu den einzelnen Produkten beantwortet wie z.B das Spektrum zur elektronischen Navigation wie Kursdatengeber  und die immer mehr an Bedeutung gewinnenden Inclinometer.

Darauf folgte eine ausführliche Tour durch den Hafen. Mit der Augenhöhe aus dem Bus hat man doch eine ganz andere Perspektive als wenn man selbst hinter dem Steuer eines PKW sitzt. So begann die Tour am Schaufenster im Fischereihafen. Der vordere Mast der „Gera“ war ein gehaust ( das steht uns auch noch bei der Elbe1 bevor …). Die GERA ist der noch einzige erhaltene Seitenfänger des Fischkombinats Rostock, ebenfalls ein Museumschiff. Weiter ging es  entlang der verschieden Museen, Autoverladung  und  Überseehafen.

 Zurück nach Cuxhaven.

Sea survival center

Ziel war das  O.S.T Cuxhaven zu einer Besichtigung. Darunter verbirgt sich das Offshore – Safety Trainingscenter GmbH & Co.KG im Fährhafen.
Rolf Fremgen ist  geschäftsführender Gesellschafter und Ausbilder für Sicherheit und Überleben auf See.
So zeigte er wie eine  Theoretische Unterweisung zum Thema „Überleben auf See“ abläuft.

Grundsätze zum Überlebten in der See, Maßnahmen bei „Mann über Bord“ und das Verhalten bei einer Notwasserung oder Unterwasserausstiegs, bis eine Rettung durch ein Schiff oder Helikopter eintrifft wurden angesprochen.
Anschaulich wurden Tipps und Tricks für die Praxis beim „Überleben auf See“ gegeben.

Moderne Rettungsmittel, deren Aufbau, Funktion und Anwendung, wie Schlauchboot, Rettungswesten, Signalmittel und Pyrotechnische Signalmittel und Sicherheitsvorschriften (auch bei uns an Bord befindlich)  wurden aufgezeigt.

Danach ging es in die Wasserübungshalle wo gerade Lehrgangsteilnehmer den Ausstieg aus einer Rettungsinsel und Bergung durch einen Helikopter übten.

An dieser Stelle kam das Gespräch auch auf den Übungsturm im Fährhafen. Dort wird geübt, wie man von einer Windkraftanlage geborgen werden kann. Der Einsatz eines Hubschraubers wurde ausdrücklich verneint.

Abschließend kamen wir alle zum Schluss, dass solch eine Ausbildung für das Überleben auf See nicht nur sinnvoll sondern auch Notwendig ist, denn jeder Seefahrer kann unvermittelt in die Situation kommen, als Schiffbrüchiger sein Leben retten zu müssen, und dennoch sind längst nicht Alle auf ein solches Unglück entsprechend gut vorbereitet.

Doch etwas nachdenklich geworden, ging es dann um die Ecke in das Restaurant „Sturmflut“.

Dort konnte jeder á la cart sich ein schmackhaftes Menü servieren lassen.

Lange wurde noch über verschiedene Themen, besonders über die neue anstehende Saison diskutiert.

Ausdrücklich danken wir Christa und Kuddl für die gut organisierte Bildungsreise mit der Crew der Elbe1 und den Fotos von unserer Bordfotografin Antje Holst-Grotstück