Ein Tag an Bord des Feuerschiffes Elbe 1

Gegen 7:30 Uhr treffen die ersten GĂ€ste an Bord des Feuerschiffes Elbe 1 ein. Schon geraume Zeit vorher hat die Crew, bestehend aus ehrenamtlich tĂ€tigen Mitgliedern des Feuerschiff – Verein „Elbe 1“ von 2001 e.V. das Schiff fĂŒr die bevorstehende Reise nach Helgoland klar gemacht. Nachdem alle FahrgĂ€ste an Bord sind, kann pĂŒnktlich um 8:00 Uhr der 478 kW (650 PS) starke Dieselmotor gestartet werden. Kurz darauf wird die Gangway eingeholt und es heißt „Leinen los“. Unter kompetenter Leitung eines erfahrenen KapitĂ€ns wird die „Elbe 1“ von ihrem Liegeplatz an der „Alten Liebe“ zunĂ€chst im Hafenbecken gewendet und in das Elbefahrwasser navigiert…

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Unterdessen wurden die FahrgĂ€ste durch die sogenannte Sicherheitsbelehrung, die auf allen Schiffen die Passagiere befördern vorgeschrieben ist, unterwiesen und können nun ungestört die etwa vierstĂŒndige Überfahrt zu Deutschlands einziger „Hochseeinsel“ genießen. Das einzigartige bei einem Törn mit dem Museumsschiff ist, das die FahrgĂ€ste wĂ€hrend der Überfahrt der Crew, dem Smutje in der KombĂŒse, dem RudergĂ€nger und dem KapitĂ€n auf der BrĂŒcke ĂŒber die Schulter schauen kann.

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Kurze Zeit spĂ€ter passiert die „Elbe 1“ die Kugelbake und erreicht somit die Nordsee. Unterdessen hat die Servicecrew mit der Ausgabe des FrĂŒhstĂŒcks begonnen. Jetzt werden die Inseln Neuwerk und Scharhörn passiert. Am Horizont wird nun die Außenelbe- Reede sichtbar, auf der immer etliche Schiffe auf neue Order oder auf gĂŒnstige Tide zum Einlaufen in die Elbe warten. Im Übrigen befinden wir uns auf der weltweit meist befahrenen Wasserstraße. Riesige Containerschiffe zu sehen ist hier fast schon garantiert.

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Kurz vor der Außenelbe-Reede wird der Schifffahrtsweg in nordwestlicher Richtung verlassen und die „Elbe 1“ nimmt Kurs Richtung Helgoland. Aufmerksame Passagiere haben hier die Insel am Horizont schon lĂ€ngst ausgemacht. Nun sind es nur noch knapp zwei Stunden bis das Ziel erreicht ist. Zeit sich fĂŒr den Inselaufenthalt mit einer leckeren Suppe zu stĂ€rken, die der Smutje zwischenzeitlich frisch in der KombĂŒse bereitet hat.

Fast zeitgleich mit der „Atlantis“ aus Cuxhaven und dem „Hallunder-Jet“ aus Hamburg erreichen wir Helgoland.
WĂ€hrend die „Atlantis“ und die anderen SeebĂ€derschiffe auf Reede vor Anker gehen laufen wir, ebenso wie der „Hallunder“ den Vorhafen von Helgoland an wo wir festmachen werden. Ein Personen beförderndes Museumsschiff muss aus schifffahrtsrechtlichen GrĂŒnden auf dem neusten Stand der nautischen AusrĂŒstung sein was selbstverstĂ€ndlich auch bei der „Elbe 1“ gewĂ€hrleistet ist. Aber um seine AuthentitĂ€t zu bewahren wurde allerdings auf heute selbstverstĂ€ndliche Vereinfachungen in der Antriebstechnik wie z.B. einem Bugstrahlruder verzichtet. Also kommt es nun ausschließlich auf die Erfahrungen des KapitĂ€ns und der Geschicklichkeit des RudergĂ€ngers an das Schiff sicher an die Kaimauer zu bringen. Alleine dieses Manöver mitzuerleben ist ein einmaliges Erlebnis, welches man heute in dieser Form nur noch sehr selten zu sehen bekommt! Nachdem die Crew die Gangway ausgelegt hat kann das Schiff fĂŒr einen etwa vierstĂŒndigen Aufenthalt auf der Insel verlassen werden. Es empfiehlt sich immer wieder ein Inselrundgang zu unternehmen bevor man sich fĂŒr die RĂŒckreise mit den zollfreien Waren eindeckt. Eine Liste mit den Zollbestimmungen hĂ€ngt an Bord aus.

Lange nachdem die SeebĂ€derschiffe Helgoland verlassen haben heißt es auch fĂŒr die „Elbe 1“ wieder „Leinen los“.
Nach Verlassen des Hafens wird der Kurs nach Cuxhaven aufgenommen. Vier Stunden auf einer Insel mitten im Meer machen garantiert hungrig. Aus diesem Grunde tauscht der Smutje auf der RĂŒckreise seine KombĂŒse mit dem Achterdeck und bereitet auf dem dort angebrachten Grill leckere Steaks und WĂŒrstchen zu, die dann mit Beilagen von der Service- Crew angeboten werden. Nachdem wieder die Außenelbe-Reede passiert wurde und die „Elbe 1“ das Fahrwasser nach Cuxhaven erreicht hat kommen auch schon die Inseln Scharhörn und Neuwerk in Sicht. Bald darauf sind auch die HochhĂ€user in Duhnen und Döse auszumachen. Gegen 21:30 Uhr lĂ€uft unser Feuerschiff wieder in den Hafen ein und wird an der Alten Liebe festgemacht. Jetzt heißt es Abschied nehmen. Ein unvergesslicher Tag auf dem Feuerschiff Elbe 1 neigt sich seinem Ende zu.

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Vielleicht hat dieser kleine Bericht Ihre Neugierde geweckt und wir können Sie bei Ihrem nĂ€chsten Aufenthalt in Cuxhaven an Bord der „Elbe1“ begrĂŒĂŸen. Sei es nur eine Besichtigung am Liegeplatz oder aber zu einer Fahrt mit der „Elbe1“.  Mit Ihrem Eintrittsgeld oder den Reisekosten eines Törns tragen auch Sie dazu bei, dass das weltweit grĂ¶ĂŸte Feuerschiff noch lange fahrbereit bleiben kann.

Text und Bilder : Uwe Scheinpflug