Gegenbesuch bei den Kirchlengern

Seit vielen Jahren besuchen uns  „Die Kameraden der Feuerwehr Südlengern“, auf dem Feuerschiff Elbe 1.
Immer abwechselnd, die „Jungen“ und „Älteren“, sodass langsam eine gewisse Freundschaft entstand.
In vielen netten Gesprächen und bei Veranstaltungen haben wir alle gemeinsam schöne Stunden verlebt.
Das Ganze begann  im Jahre 1996 , als die erste „Berührung“ bei der Freiwilligen Feuerwehr in Cuxhaven –  Stickenbüttel stattfand.

Man lernte sich näher kennen, weil sich zwangsweise bei solch einer Veranstaltung alles um die Feuerwehr drehte.

Es stellte sich heraus, dass Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr aus  Südlengern wiederholt Urlaub in Cuxhaven machten.

So wurde Heinz Peters, der damalige “Oberbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehr Stickenbüttel”, 1998 zu einem Gegenbesuch nach Kirchlengern eingeladen. In den folgenden Jahren kamen immer wieder Südlengern nach Cuxhaven um dann mit dem Feuerschiff  Elbe 1 zum Hafengeburtstag nach Hamburg mitzufahren, obwohl paradoxerweise das Feuerschiff Elbe nichts mit dem Feuerlöschen zu tun hat.Es lag schon lange in der Luft, einmal mit der Crew der Elbe 1 einen Gegenbesuch abzustatten. Nach der letzten Fahrt zum Hafengeburtstag nach Hamburg wurde das Thema hinter verschlossenen Türen aufgegriffen. Unter der Federführung von Hermann Lohse und Christa Rehm wurden Reisepläne geschmiedet die bis zum letzten Moment geheim gehalten wurden. CH. Rehm lud 25 Crew- Mitglieder am 22. Oktober zu einer 2 – tätigen Fahrt ein, ohne das Reiseziel zu nennen.

In der Frühe ging es mit dem dem Bus von Cuxhaven los immer Richtung Süden. Nach einigen „Pinkelpausen“ war das Ziel immer noch unbekannt, nicht nur weil vorherrschend nebeliges Wetter herrschte. Die ersten Hinweisschilde von Herford tauchten auf  und dann kam die Lösung des Rätsels, Verkehrsschild  „Kirchlengern 15 Km“. So kamen wir gegen Mittag im Landhotel „Freihof“ an. Dort checkten wir ein, um unmittelbar danach uns bei einem Mittagessen zu stärken.

Zuvor gab es noch Geburtstags – Glückwünsche mit einem „Elbe 1″  Mug für Uwe 1 und Uwe II. Der Mit – Organisator der Reise Mathias Kuhle, stellvertretender Löschgruppenführer und Ausbildunsbeauftragter und der stellvertretende Gemeindebrandinspektor a.D. Heino Kuhle hatte einen genauen Zeitplan ausgearbeitet. So ging es zuerst zum Gerätehaus  Kirchlengern Süd. Nach der Begrüßung im Schulungsraum mit Informationen über Ostwestfalen und den Kreis Herford besichtigten wir das Gerätehaus mit den dortigen Einsatzfahrzeugen. Danach fuhren wir mit dem Bus zu weiteren Programmpunkten.

Zu besichtigen war die Einsatzzentrale und die dortigen Fahrzeuge. Danach folgte eine Führung durch die Leitstelle des Kreises Herford.Danach  ging es zum Feuerwehrmuseum in der es eine Vielzahl von außergewöhnlichen Exponaten gibt.Eine Pferdedrehleiter von 1903 mit einer Auszugslänge von 23 m ist die größte und schwerste in Deutschland. Eine Sammlung von historischen Fahrzeugen ist hier zusammen getragen worden. Die Abteilungen kann man in Atemschutz, Uniformierung,  Auszeichnungen und Orden, Wasserförderung, Motorisierung und Melden einteilen kann.  Im Laufe der Jahre hat sich als Sammelschwerpunkt die Entwicklung der Drehleiter heraus kristallisiert. Vorhanden ist weiterhin eine Abteilung zum vorbeugenden Brandschutz sowie der Brandschutzerziehung  – nicht nur für Kinder ;-) Froh, wieder im warme Bus zu sein, ging es anschließend zurück zur Feuerwehr Südlengern.

Nach einer kurzen Erholungspause  im Hotel begann die Wiedersehensparty im Gerätehaus Südlengern. Dort waren alle eingeladen, die in den letzten Jahren mit in Hamburg auf dem Hafengeburtstag waren. In der dortigen Gerätehalle wurden wir zum gemütlichen Teil erneut begrüßt wo ein reichliches Büfett  aufgebaut war. Natürlich gab es ein erneutes Wiedersehen und „vertiefende“ Gespräche bei so manchem Bier und „erinnerst  Du dich noch – damals auf der Fahrt nach Hamburg zum Hafengeburtstag“  zumal das DU gleich von Beginn an so manche unsichtbare Schranke öffnete. Der Shanty-Chor „Die Binnenschiffer“ sorgte für maritime Stimmung unter den Gästen.

Zu unterschiedlichen Zeiten wurde ein Shuttle zum Hotel Freihof eingerichtet und so konnte ich auch einmal mit einem Feuerwehrauto mitfahren.Nach einer etwas zu kurzen Nacht, nach einem ausgiebigen Frühstück ging es, immer noch im Nebel, auf die Heimreise. Zu beobachten war, dass die Laubbäume hier bereits ihre Blätter abwarfen, wobei in Cuxhaven nur an wenigen Bäumen die Blätter sich verfärbten. Mitglieder der Crew kannten die Gegend, sodass ein weiterer Höhepunkt der Reise nur langsam zu erkennen war.

In Wikipedia ist über die Porta Westfalica zu lesen:

Zitat
„Das Kaiser-Wilhelm-Denkmal an der Porta Westfalica ist ein Kaiser-Wilhelm-Denkmal, das oberhalb des Weser-Durchbruchstals Porta Westfalica, des „Tors nach Westfalen“, auf dem Gebiet der Stadt Porta Westfalica im nordrhein-westfälischen Kreis Minden-Lübbecke steht. Es wurde durch die damalige preußische Provinz Westfalen von 1892 bis 1896 errichtet und entstand vor dem Hintergrund der nationalen Ideen im Deutschen Kaiserreich. Das insgesamt rund 88 m hohe Denkmal reiht sich ein in die Reihe der deutschen Nationaldenkmale.
Zitat Ende

So wanderten wir zum Denkmal, das mehr oder weniger immer noch im Nebel stand. Der Blick nach Nordosten mit Barkhausen , die Weser, Grüner Brücke Neesen (alte Eisenbahnbrücke), Brücke der B 65 und jenseits des Flusses liegender Ortschaft waren nur zu erahnen. Danach ging es nun endgültig zurück nach Cuxhaven wo wir nachmittags eintrafen.Anzumerken wäre noch, dass bei den Besuchen der Feuerwehr Südlengerner in Cuxhaven immer eine 3 Liter Flasche Wacholderschnaps überreicht wurde. Unser Gastgeschenk war übrigens eine spontan gesammelte Geldspende an die Jugendfeuerwehr. Mit Sicherheit war diese Reise ein Erlebnis, zumal die Finanzierung durch das „Rote Schwein“  der Crew – Kasse  gedeckt war. Bestimmt werden wir uns im kommenden Jahr auf der einen oder anderen Reise wieder treffen. Es war für uns alle ein schönes und interessantes Wochenende, das uns allen in guter Erinnerung geblieben ist.

Zum Schluss möchte ich noch anmerken,  das den Reiseplanern ein großes Lob für die wirklich gelungene Reise ausgesprochen wird.

U. We

Ns. Als Autor möchte ich mich ausdrücklich für die Mithilfe des Berichtes bei Heino Kuhle und Christa Rehm bedanken.