Zur Routineuntersuchung ins Dock

Nach 2 ½ Jahren war es wieder so weit. Die Elbe1 musste zu einer Routineuntersuchung ins  Dock.

Vom Fischereihafen, wo wir im Winter lagen, ging es quasi um die Ecke in die Mützelfeldwerft Cuxhaven.

Das Eindocken ging zügig voran, sodass kaum das das Schiff aus dem Wasser kam, schon mit dem ersten Rundgang um das Schiff begonnen werden konnte.

Der erste Eindruck war -  weniger Besatz von Muscheln und Seepocken auf dem Unterwasserschiff als erwartet.

Diese konnten problemlos mit einem Hochdruckreiniger entfernt werden.

Dann kam die Reinigung der Seekästen an die Reihe.

Im Schiff selbst gab es natürlich viele Arbeiten die nur möglich sind,  wenn das Schiff auf dem Trockenen liegt, wie z.B die Überprüfung der Seeventile.

Das bisher verwendete Echolot bekam eine neue stabile Halterung.

Das Echolot ist ein in der Schifffahrt verwendetes Gerät zur elektroakustischen Messung von Wassertiefen (Lotung). Gemessen wird die Zeit, die zwischen der Aussendung eines Schallimpulses in das Wasser und der Ankunft der vom Meeresboden reflektierten Schallwellen verstreicht.

Ebenfalls wurden die Opferanoden, soweit sie verbraucht waren, durch neue ersetzt.

Eine Opferanode ist ein Stück unedles Metall, das zum Korrosionsschutz von Funktionsteilen aus anderen Metallen (speziell Eisen, Stahl und Messing) verwendet wird. Es wird somit gezielt gegen Kontaktkorrosion eingesetzt.

Der Name folgt aus der Tatsache, dass die Anode funktionsbedingt im Laufe der Zeit zerstört wird. Sie wird geopfert, um ein anderes Metallteil vor Korrosion zu schützen.

Dann konnte die erste Lage des Unterbodenanstrichs aufgespritzt werden. Darauf folgte die zweite Schicht, das Anti Fouling.

Im Schiffbau wird als Fouling oder auch Anwuchs die Besiedelung von Schiffsrümpfen oder anderen, in Wasser eingetauchten, Strukturen durch sessile Organismen bezeichnet. Zu diesen Organismen gehören vor allem Muscheln wie die Miesmuschel sowie Vertreter der Rankenfußkrebse wie die Seepocken.

Im Falle des Foulings an Schiffsrümpfen entsteht ein wirtschaftlicher Schaden für den Nutzer des Schiffes. Durch den Bewuchs nimmt das Schiff an Gewicht zu, und er erhöht zugleich den Strömungswiderstand, was zu langsamerer Fahrt oder höheren Treibstoffkosten führt.

Im Folgenden finden sich teilweise einmalige Bilder des Schiffes, wie sie nur im Dock gemacht werden können – soweit man eine Kamera gerade zur Hand hat. Danke für die Bilder, ganz besonders an unsere Bordfotografen Antje Holst- Grotstück.       Red. U.Wens