Elbe 1 von großer Fahrt zurück

In den frühen Morgenstunden sahen wir das Feuerschiff Borkum Riff das auf dem Weg nach Helgoland war.

Auf südöstlichen Kursen ging es dann in den Dollard. Bei Emden kam der Lotse an Bord , der dann bis nach Papenburg die Schiffsführung übernahm.

Von der Einfahrt gibt es dieses Video bei http://youtu.be/nBrEN3YCeFk

Jetzt auf der Ems, die immer schmaler wird, musste zuerst die Jann Berghaus Brücke bei Leer, eine der größten Klappbrücken Westeuropas, für die Durchfahrt geöffnet werden.

Dann folgte die Friesenbrücke bei Weener. Das 335m lange Bauwerk aus Stahl ist die längste Klappbrücke der Eisenbahn in Deutschland.

Mit einer Schiffsbreite von fast 10m passten wir locker durch die Passage.

Bisher wurden wir von vielen Schafen beäugt, jetzt wurden es immer Menschen die uns durch die Linsen ihre Fotoapparate ansahen.

Große Beachtung fand das Schleusen in der Seeschleuse Papenburg.

Sie ist 25,65 m breit und 134,54 m lang, also genügend Platz für uns und andere Schiffe.

Danach ging es an großen Torfhalden vorbei in den Deverhafen. Zuvor mußte das Schiff ohne Schlepperhilfe um 180° gedreht werden, was eine echte Herausforderung mit viel Geduld und Können unseres Kapitäns war.

Ganz am Ende hatten wir unseren Liegeplatz der wiederum mit einem ausgedienten Torpedofangboot geteilt wurde. Etwas später kam dann noch das Feuerschiff Deutsche Bucht.

Dort, weitab von den eigentlichen Festlichkeiten und der Gartenschau hatte man uns hin gelegt. So war es in den folgenden Tagen nicht verwunderlich, dass sich nur wenig Besucher einfanden.

Hier, an der Pier befanden sich ein paar Buden , wie Fisch, Süßigkeiten, Getränke und ein Musik- Pavillion sowie ein Stand mit allerhand maritimen Krimskrams

Ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, konnte die Besatzung das Schiff verlassen um die Gartenschau , oder was in meinen Augen viel interessanter war, die Meyerwerft , die Wiege unseres Feuerschiffes zu besuchen.

So wurde eine Besichtigungstour organisiert und wir, die Crew der Elbe1, bekamen eine extra Führung. Schon beim Einlaufen sahen wir die bereits ausgedockte Quantum of the Seas, die nun hautnah vor dem Besucherzentrum zur Endausrüstung liegt.

Bei einer ausführlichen Werksführung konnten wir viele Interessante Dinge über den Schiffbau erfahren. Von der Besucherbühne aus gut zu sehen, lagen bereits einige Sektionen der gerade in Bau befindlichen Anthem of the Seas.

Weitere Details einer Werftbesichtigung gibt es auf der Web- Seite http://www.meyerwerft.de/de/meyerwerft_de/index.jsp

Zurück an Bord

Die Zurückgebliebenen berichteten von nicht vorhandenem Besucherströmen, was ja auch nicht verwunderlich war, denn der Liegeplatz lag wirklich abseits der eigentlichen Aktivitäten des Papenburger Hafenfestes, oder salopp gesagt am A.. der Welt.

So besuchten und besichtigten wir uns gegenseitig, das TF- Boot, Elbe1 und Deutsche Bucht.

Erfahrungen und Nöte der Schiffe wurden angesprochen und so mancher hilfreicher Tipp wurde aufgenommen, wie z.B die Beschaffung von 110V Glühbirnen und andere dringend benötigter Ersatzteile für die betagten Schiffe

Beim leiblichen Wohl dagen gab es keine Probleme. Leicht legt man auf einer Fahrt einige Pfunde zu, weil einmal der Appetit an Bord, und speziell auf See, groß ist und der Koch immer etwas Leckeres auf den Tisch, sprich die Back, bringt.

Die Rückfahrt

Am Sonntag Morgen ging es, nachdem uns der Shanty Chor “Elbe1″ stilgerecht, musikalisch verabschiedete, ging es Richtung nach Cuxhaven. Bedingt durch die Tide (Hochwasserzeiten), waren wir auf ein Zeitfenster angewiesen das eingehalten werden mußte.

So ging es zuerst einmal in die Seeschleuse. Dort begann dann ein langes Warten bis die Deutsche Bucht und eine Vielzahl von Sportbooten dicht gedrängt eintrafen, die ebenfalls auf dem Weg zu ihren Heimathäfen waren.

Nachdem die Schleuse wieder geöffnet war, löste sich das ganze Gewusele der Sportboote auf. Die Deutsche Bucht folgte mit Schlepperhilfe ( Anm. Ruderlagenanzeiger  war defekt), bis wir dann an die Reihe kamen.

Der Lotse, der bereits an Bord war, verließ dann in Emden unser Schiff.

Wie auch bei der Herfahrt mussten wir erneut die Friesenbrücke bei Weener und die Jan Berghaus Brücke öffnen lassen. Bedingt durch die Sperrung einer Brücke bei Leer gab es ebenfalls einen großen Stau auf der Strasse, wenn ein Schiff die Brückenöffnung erforderlich machte.

An den Engstellen warteten immer zahlreiche Schaulustige. Viel zahlreicher waren dagegen die vielen Schafe auf dem Deich.

Bei der Überführung der Ozeanriesen von der Meyerwerft wird die Ems aufgestaut. Deshalb müssen alle Schafe rechtzeitig in Sicherheit gebracht werden, die an dicht an der Wasserlinie grasen. Die zahlreichen Gänse haben diese Problem bestimmt nicht.

Nachdem der Lotse in Emden von Bord ging, fuhren wir westlich an Borkum vorbei um dann mit östlichen Kursen an den Inseln vorbei nach Cuxhaven zu fahren.

Und von der Passage bei Emden http://www.youtube.com/watch?v=v2Kh6jsAmCA

Bei der Hinfahrt hatten wir einen atemberaubenden Sternenhimmel bei glasklarer Sicht.

Auf der Rückfahrt dagegen, gab es riesige Wolkengebirge bei denen der Vollmond skurile Schatten und Wolkenränder entstehen ließ. In den Morgenstunden produzierte die aufgehende blutrote Sonne erneut beeindruckende Bilder, die allerdings nur von der Brückenwache und den Frühaufstehern bestaunt werden konnte.

Auf der ganzen Fahrt wurden viele Bilder geschossen, die wir so nach und nach auf dieser Webseite zeigen werden.

 

Vielen Dank für die Bilder, die uns Sabine.R zugesendet hat.

Nach einer Fahrt kommt die Frage auf, wohin und wann fahren wir erneut ?

Dies kann insofern beantwortet werden mit einem Blick auf unseren Törnplaner auf dem die vor- letzte Fahrt nach Helgoland am 20. September zu finden ist.

Die letzte Fahrt findet am 20. September statt, die allerdings total ausgebucht ist.

Wann sind Sie dabei ?

U.We