11. Flensburger Dampf- Rundum Tage Flensburg
vom 10. – 15. Juli 2012

Alles was mit Dampf betrieben wird, trifft sich dort

Bereits im Vorfeld der geplanten Fahrt sorgte für reichlich Gesprächsstoff die geplante Fahrt
nach Flensburg durch den NOK (Nord- Ostsee- Kanal).

Prinzipiell teilten sich die Meinungen daran, was wohl mit der Abfahrtszeit am 11. Juli um
00:00 Uhr gemeint war. Noch rechtzeitig konnte dies mit unseren Mitfahrern der
“Ruhrpiraten”, die das Schiff gechartert hatten, geklärt werden.
Kurz nach Mitternacht sollte es losgehen.

Unter einer Charterfahrt muss man sich vorstellen, dass eine Person oder Personengruppe, im vorliegenden Fall das Schiff “mietet” um nach deren Vorgaben zu fahren.

Wir, der Feuerschiffverein fahren das Schiff mit Crew.

Auf der Fahrt, wie auch im Fremdhafen sorgt die Crew für einen reibungslosen Ablauf im
Bereich Schiffsführung und Service. Natürlich kann man das nicht mit einem Kreuzfahrtschiff vergleichen, doch im Prinzip trifft das aber auch zu. Eine Luxuriöse Unterbringung kann man nicht erwarten, hier geht es im Tempo und Flair der 50-er Jahre zu. Zudem gilt die Prämisse, dass die Reise das Ziel ist und der Aufenthalt am Zielort der Höhepunkt sein wird.
Kammern mit 2 übereinander liegenden Betten, Gemeinschaft Dusche, vereinzelnd auch mit
Waschbecken in den Kammern, je nachdem wo man sich einquartieren konnte.
Das Essen kann auch in Ausnahmefällen in der Mannschaftsmesse, Offiziersmesse serviert
werden, doch viel geräumiger ist es auf dem sogenannten Parkdeck mit einem Logenplatz
mit dem Blick auf das Meer oder das Geschehen im Hafen.
Griffbereit liegt immer die Kamera bereit um rechtzeitig interessante Fotos von der
Umgebung zu schießen.

Abfahrt
Während des Nachmittags waren schon die meisten Mitreisenden eingetroffen. Einige kurz vor der geplanten Abfahrt.

Für die Hungrigen gab es ab 18:00 Uhr eine kräftigende Suppe, wobei die Betonung auf
“kräftig” lag.

Mit den Ruhrpiraten hatten wir schon einige Fahrten durchgeführt und waren an
Überraschungen gewöhnt. So war es nicht verwunderlich war, das auf dem Party- Deck zu
beobachten war, dass die Modellbau- Experten begannen merkwürdig aussehende Schiffchen zu basteln. Es sind Mini-Springer-Tugs (1)
Stockdunkel war´s, der Mond schien helle, als es hieß – Leinen Los -

Doch irgendetwas stimmte nicht, das merkte auch bald jeder an Bord. Das Schiff kam nicht
von der Stelle. Zu wenig Wasser im Hafen und dazu kam noch eine Barre die sich
anscheinend in den letzten Vortagen auf der Längsseite des Liegeplatzes gebildet hatte.
Nach einer halben Stunde unternahm man einen erneuten Versuch, nach dem sich der
Wasserstand erhöht hatte (auflaufendes Wasser).

Mit einem “Achtung” aus dem Typhon ging es dann zügig aus dem Hafen hinaus,
elbaufwärts, Richtung Brunsbüttel.

Obwohl schon weit über Mitternacht hinaus, keiner der Mitreisenden legte sich in die Koje
zu, denn selbst bei Nacht ist eine Fahrt in völliger Dunkelheit, eine aufregende Sache.

Rundherum sieht man zahlreiche Lichter blinken und erst nach und nach kann man Einzelne und deren Bedeutung zuordnen.

Den ganz Wissbegierigen werden Erklärungen anhand der Seekarte gegeben, sodass jedes
einzelnes Licht identifiziert werden kann. Einige davon, wie zum Beispiel das Blau ordnet
man automatisch der Polizei zu, was allerdings nur bedingt zutrifft, denn dies kann auch
eine neuartige Beleuchtung auf Schiffen sein. ()

Auf der Brücke, deren Beleuchtung gedimmt ist, ist man nun voll konzentriert.

Die einzelnen Fahrwassermarkierungen (Tonnen mit Kennungen) müssen erkannt werden um dem Rudergänger die erforderlichen Kurskorrekturen zu geben.

Auf dem Fluss ist man selten alleine, es gibt Entgegenkommer und Überholer.
Aus der Dunkelheit schält sich ein Kreuzfahrer heraus. Es ist die MS AMADEA. Sie ist auf
einer Kreuzfahrt nach Island, Nordkap und Spitzbergen.

Bereits lange vor der Einfahrt in den Nord- Ostseekanal (NOK) gilt es sich in den Verkehr
zum Kanal einzuordnen.
Koordiniert wird dies mit der Verkehrszentrale am Verkehrsknoten Brunsbüttel. (Kanal 68)
Sie ist ständig mit drei Bundesbediensteten Nautikern besetzt. Die Durchführung der
“maritimen Verkehrssicherung” ist Aufgabe der Verkehrszentrale. Darunter sind Maßnahmen zur Gefahrenabwehr durch und für die Schifffahrt, wie Kollisionen und Grundberührungen, zu verstehen. Dazu gehört auch die Verhütung der von der Schifffahrt ausgehenden Gefahren für die Meeresumwelt.

Gegen 02:00 Uhr erreichten wir die Schleuse in Brunsbüttel nachdem wir den Kanallotsen
und Steuerer über die Lotsenleiter aufgenommen hatten. Diese fahren dann das Schiff durch
den Kanal auf einer Teilstecke des 100 km langen Kanals.
Während des Schleusens müssen die anstehenden Formalitäten erledigt werden.
Das Ganze ist mit Gebühren verbunden. Das Schleusen dauerte gerade 15 Minuten, der
Behördengang 40 Minuten, nicht nur weil die Schleuse eine große Baustelle ist.
Auf halber Strecke ist Lotsenwechsel.

Für die Fahrt hatten wir mit 10 Stunden gerechnet. Die Fahrtzeit kann aus verschiedenen
Gründen nicht exakt angegeben werden. Auf dieser Wasserstraße gibt es Schiffe, die
hintereinander in gleiche Richtung fahren (West- Ost oder Ost West). Der Langsamste
bestimmt das Tempo. Bei Entgegenkommern kann es sein, das der Kanal für eine Passage von zwei Schiffen zu schmal ist. Deshalb gibt es sogenannte Weichen in die eines der Schiffe
hineinfährt und dann solange warten muss bis der Andere vorbei ist.

Gegen 8:00 Uhr haben wir einen größeren Entgegenkommer und unser Schiff muss in einer
Weiche warten.

Frühstück gab es zu der üblichen Zeit 7:30-8:30 Uhr. Rührei, Streifen- Speck, Brötchen,
Joghurt, Kaffee, Tee und Früchte!

Für die Service- Crew ist es immer wieder ein Ärgernis, wenn diese Essenszeiten nicht
eingehalten werden, denn sie hat auch noch andere Arbeiten zu erledigen.
Auf dem Kanal ist wenig Betrieb, dass wir ohne eine weitere Unterbrechung bis nach Kiel
fahren. Das brachte uns eine Zeitersparnis von beinahe 2 Stunden ein.
In den frühen Morgenstunden, Sonnenaufgang, spiegelglattes Wasser leichter Nebel darüber, am Ufer, Kühe ohne Unterleib, bei denen nur der Kopf aus dem Nebel herausschaute,

Gänsefamilien, Camper Angler … Natur pur …

Auf der 100 km langen Fahrt ist es immer wieder ein besonderes Erlebnis wenn man unter
einer Brücke hindurch fährt. Es gibt 10, wobei die Eisenbahnhochbrücke in Rendsburg mit
der darunter liegenden schwebenden Schwebefähre die Imposanteste ist. Sie überquert in
einer lichten Höhe von 42m den Kanal, wie übrigens alle anderen Brücken auch, dank der
Planung von Kaiser Wilhelm II (Bau 1907-1914).
Obwohl es sicher ist, dass man mit den Masten nicht an der Unterseite der Brücke “kratzt”
geht doch so mancher banger Blick hinauf, um mit den Augen die Passage zu verfolgen.
Der Blick täuscht, denn mit unserer Höhe über dem Wasser von 30m ist noch mehr als 10m
Platz dazwischen. Neben den Brücken gibt es noch 13 Fähren die den Kanal queren.

Ein Hubschrauber fliegt mit einem Werbebanner seine Runden.

Die Gäste drängen sich auf dem Peildeck als vor der Schleuse die COLOR FANTASY von
Oslo kommend nach Kiel kam.

Nachdem wir die Schleuse in Kiel verlassen hatten, ging es am U- Boot- Ehrenmal in Laboe
vorbei, Richtung Leuchtturm Kiel. Er steht zentral in der Kieler Bucht, hat ein Leit- und
Orientierungsfeuer und beherbergt neben zahlreichen Messeinrichtungen auch eine
Lotsenstation.

Am Leuchtturm, ging es mit nördlichen Kursen Richtung Flensburg.Bei strahlendem Sonnenschein passierten wir die bekannten Freizeitpark Booknis, Damp mit dem Museumsschiff Albatros () Schönhagen, Holnis. In der Flensburger Förde waren viele Freitzeitskipper unterwegs die uns bei der Fahrt begleiteten oder auch im negativen Sinne, mit ihren Fahrmanövern behinderten, sodass immer wieder kurzfristige Kurskorrekturen oder die Verringerung der Geschwindigkeit erforderlich waren. Bedingt durch unseren Tiefgang von 4,7 m waren wir strickt an das enge Fahrwasser  gebunden.

Dann passierten wir Glücksburg und die Marineschule Flensburg- Mürwik. Die Marineschule Mürwik (MSM) in Flensburg-Mürwik, ist die Offiziersschule der Deutschen Marine.Die Marineschule ist mit dem ihr unterstellten Segelschulschiff „Gorch Fock“ das Ausbildungszentrum der Offiziere und Offiziersanwärter der Marine. In dem an der Flensburger Förde gelegenen „Rotes Schloss am Meer“ wird in einem “traditionellen, maritimen Umfeld mit frischem Geist, zeitgemäßen Ausbildungsmethoden und moderner  Technik fordernde Ausbildung gestaltet.

Im immer enger werdenden Fahrwasser hatten wir öfters mit Seglern zu tun, die anscheinend sich nicht gut mit der Seestraßenordnung auskannten und von unserem nicht zu überhörenden Typhon “aufgeweckt” wurden.

Am Donnerstagabend, dem 11. Juli 2013, gegen 18:00 Uhr erreichten wir Flensburg.

Alte Bekannte wie die STETTIN, das Museumsschiff “GREUNDIEK” aus Stade, die SCHAARHÖRN, der Dampfeisbrecher  WAL und Feuerschiff ELBE3 liegen bereits im Hafen.

Ohh – da sind ja noch mehr, sehe ich, den Dampfschlepper FLENSBURG und das Salonschiff ALEXANDRA , den BUSSARD und die BJÖRN sowie Kapitän Meyer”

Hilfreiche Hände warteten schon auf uns, um unser Schiff festzumachen. Ein “Warschau Wurfleine” wurde von den Se(h)leuten auf der Mole wenig beachtet, sodass es vorkam, dass der Ball der Wurfleine in unmittelbarer Körpernähe vorbei flog oder aufschlug.

Der Ruf “Warschau” hat mit der polnischen Stadt nichts zu tun, sondern bedeutet in der Seemannssprache so viel wie Achtung.

Doch was hilft es, wenn der Ruf nicht beachtet oder verstanden wird?
Die Wurfleine hat an einem Ende ein mit Sand gefülltes Segeltuch- Säckchen oder einen aus Tau gefertigten Ball. Hat die Leine das Land erreicht wird mit dieser wiederum die eigentliche Festmacherleine von Bord gezogen um diese dann wiederum über einen Poller zu werfen.

Ein Poller ist ein kurzer Pfahl aus Metall oder Holz zum Festmachen eines Schiffes an der Kaje oder an der Pier. Poller sind meistens Pilz- oder hakenförmige Metallkörper, um die Festmacherleine gelegt wird.

Ungeduldig warteten unsere Mitfahrer, um an Land gehen zu können. Zuvor musste allerdings die Gangway angebracht werden. Kaum freigegeben, wurde sie in beiden Richtungen benutzt, um einerseits die Gäste an Land zu lassen oder – wie bereits ungeduldig erwartet, die auf dem Landweg eintreffenden Crewmitgliedern an Bord zu lassen. ()

Nach dem Abendessen drehe ich eine Runde im Hafen um mich einmal um zusehen, was sich so tut.

Vor unserem Schiff wird eine Bühne aufgebaut und eine Bratwurstbude hat bereits ihren Betrieb aufgenommen.

Morgen früh, der 12. Juli gibt es wieder das obligatorische “Open Ship”. Für die Crew bedeutet das – Schichtdienst auf dem Partydeck und Brücke und in der Kombüse muss sowohl für die Crew und für die Gäste Essen zubereitet werden.

Wer an Land will, muss dies mit der Crew absprechen. All dies wird in einem Dienstplan festgehalten. Während meiner Marinezeit war ich auch in Flensburg und wollte durch die Innenstadt bummeln um herauszufinden, ob ich mir bekannte Gassen, Hinterhöfe und Gänge wieder erkenne.

Ein sehr markantes, aber leider derzeit leer stehendes Gebäude, hat wohl mal eine Kneipe Namens Journal beinhaltet. Die Außenverkleidung besteht origineller Weise aus alten Druckplatten.

Ganz gezielt wollte ich mir das Rum Museum () und natürlich auch das Schifffahrtsmuseum ansehen.

Zum „Dampf Rundum“ präsentieren der Modellclub Flensburg, die Modellbaugruppe Nord,der Modelleisenbahnclub Tarp sowie weitere Modellbauer aus Deutschland, Dänemark und Österreich auf dem Museumshof eine große Modell Schau mit Wasserbecken. Besonderes Augenmerk verdient wieder die 40 m² große Modell-Hafenanlage der IG Kaiserliche Marine, bei der das Hafengeschehen der Kaiserzeit zu Wasser und zu Lande detailgetreu und voll funktionstüchtig nachgebaut wurde. In der Technikhalle werden Maschinen, Motoren und Modelle aus der Museumssammlung vorgeführt.

Vor der Eröffnung gab es allerdings eine große Aufregung, es wurde eine Feueralarm ausgelöst, sodass kein Zugang zum Museum möglich war. Ursache war nicht ein Feuer, sondern durch den Rauch der davor stehenden Lokomobile und Dampfschiffe im Hafen. In der Zwischenzeit hatte sich eine Menschentraube vor dem Eingang angesammelt und alle wollten zur gleichen Zeit in das Museum, dachte so wie bei einem “Sommer -Schlussverkauf”

Angelockt durch teilweise unbekannte Geräusche kam ich in ein Zelt in dem eine große Anzahl von Dampfmaschinen Modelle in Bewegung waren. Einige angetrieben mit einer Spiritusflamme oder mit Pressluft, surrte und zischte es in allen Tonlagen.

Da fällt mir gerade ein, dass ich meinen Söhnen einmal eine Dampfmaschine geschenkt hatte,die ich irgendwo auf dem Dachboden einmal suchen müsste.

Unter den gezeigten Motoren befand sich auch eine bisher nicht bekannte Antriebsart wie eines arbeitender “Oszillationsmotor”.

Schiffsmodelle mit einer funktionierenden Dampfmaschine waren ein richtiger Hingucker.

Im zweiten Zelt war ein riesiges kaiserliches Diorama zu bewundern.

Sah man sich die Besucher an, so waren einige “ältere Herren” dabei, die diese Schiffe vor langer Zeit gebaut haben könnten. Wir liegen mit “ELBE 1” direkt am Hafeneingang, gegenüber dem Volksbad und jedes Schiff muss an uns vorbei.

Ein näher kommendes Geräusch lässt mich aufhorchen, es ist eine Dampflokomotive mit Anhängern aus einer längst vergangenen Zeit.

Während meiner Ausbildung in den 50-er Jahren musste ich einmal pro Woche mit dem Eilzug von Ulm nach Augsburg fahren. Besonders im Winter war der Bahnsteig in Dampfwolken gehüllt. Diesen Geruch, wie auch hier erneut vorkommend, werde ich nie vergessen.

Um 19:30 Uhr soll die “ELBE 1” zur bevorstehende Dampferparade und Dampferrennen  um das “Blaue Brauerband” der Flensburger Brauerei ablegen.

Unsere Gäste nutzen die Zeit bis zur Abfahrt um ihre Mini-Springer vor dem Science Center ”Phaenomenta” () zu fahren.

Die Luft im Hafen sättigt sich mehr und mehr mit den Rußwolken der teilnehmenden Schiffe für das anstehende Dampfschiffrennen.

An Bord war bisher eine wohltuende Ruhe, weil unsere Stromversorgung mit “Landstrom” erfolgte. Bereits seit 15 Minuten läuft nun unser Schiffsdiesel und ein Stromaggregat. Nun heißt es ”Leinen los”

Ich brauche nicht extra betonen, dass sich Menschenmassen bildeten, um die auslaufenden Schiffe zu fotografieren. Im Insgeheimen frage ich mich, was wohl mit den vielen Geknipse einmal werden soll.

Wir überholen die Elbe 3, sie ist das Zielschiff der Regatta.

Die Förde wird mehr und mehr in Rußwolken eingehüllt. Wie muss das früher einmal ausgesehen haben wenn eine Flottille der Kaiserlichen Marine im Manöver war?

Die an Land Gebliebenen konnten mit Sicherheit nur vage die Schiffe zwischen den Rußwolken erkennen.

Das Startsignal – unser Typhon musste jeden Moment zu hören sein. Unser Diesel konnte einmal zeigen was er noch kann – und schon ging es los. Auch von den anderen Schiffen hörte man die Dampfpfeifen. Wenn man darauf vorbereitet war, konnte man den Dampfstrahl sehen und dann erst hörte man das heisere Signal.

Das Ganze ist ein riesiger Spaß nicht nur für die Kapitäne.

Die “STETTIN” passierte die Ziellinie von der “SCHAARHÖRN“.

Vom Rennen gibt es übrigens ein Video auf YouTube (3)

Pünktlich um 23:00 Uhr legen wir wieder an unserem Liegeplatz im Flensburger Hafen an, wo noch viel Betrieb ist! Aber das hat ja auch einen Grund!

Nach dem Rennen kann man nicht so einfach abschalten, die Gangway und der Ladenschluss muss wieder montiert werden, erst dann kann man das Treiben in der Umgebung der Elbe 1 genießen.

Auf einer Bühne, direkt vor dem Schiff, spielte eine Cover-Band mit Stücken von Udo Lindenberg. Die Menschenmengen wurden immer größer, denn um 23:00 Uhr begann pünktlich das Feuerwerk

Die “Insider” suchten sich an Bord die besten Plätze, um möglichst eine gute Sicht zu haben. Dies war insofern einfach, weil es in unmittelbare Nähe des Schiffes auf einem Ponton abgebrannt wurde. Am folgenden Tag wurden alle Teilnehmer an Bord des Salondampfers “Alexandra” zur Siegerehrung eingeladen. Die Ermittlung des Siegers war eine heikle Sache, denn der Sieger war nicht der, der zuerst die Ziellinie durchlief.

Dieser wurde in einer komplizierten Rechnung ermittelt, in dem die gefahrene Zeit, die Schiffslänge und die Schuhgröße der Kapitäne mit einbezogen wurde.

Obwohl wir keinen Dampfantrieb haben, machten wir den “1. Platz in unserer Klasse

Nach dem Essen ging es zum Technik Park von Niro Petersen, wo Dampfmaschinen und Lokomobile im Maßstab 1:1 stehen. ()

Im Hinterhof werden weitere Lokomobile “angeheizt”. Es riecht nach Kohle, Dampf und heißem Wasser. Eine kleine Ausführung stach mir in die Augen und ich komme schnell ins Gespräch mit dem Eigentümer.

Er ist Holländer und fährt mit seinem Modell von einer Veranstaltung zur Nächsten. Sein Modell ist ein Vorführmodell eines Lokomobils, das von Liebhabern gekauft werden kann, entweder in Teilen oder auch fertig montiert. Ähnliches höre ich von einem Engländer und einem Amerikaner, der ebenfalls an einem Dampfmonster steht und liebevoll die Messing und Kupferröhren putzt.

Wieder werde ich an meine Kindheit erinnert. Damals wollten viele wie ich auch meine Mitschüler im Sommer auf einen Bauernhof nicht nur wegen des Abenteuers, sondern die Aussicht auf etwas Essbares.

Dort gab es keine Dampfmaschine, jedoch einen Lanz Bulldogge der die hölzerne Dreschmaschine Antrieb.

Ich hätte noch stundenlang die Exponate angesehen, doch ich musste zurück an Bord. Schon auf der Herfahrt stellten wir fest, das zum einen die Backbord Positionslampe ausgefallen war und dann noch das vordere Topplicht.

Die Birne der BB- Leuchte war leicht auszutauschen, denn ein Ersatz war Vorhanden. Man musste sie nur aus dem Vorrat heraussuchen.

Der Austausch der Birne in der Positionslaterne in luftiger Höhe war dagegen nicht so einfach.

Schnell fanden sich zwei Mutige um sich gegenseitig zu sichern.

Der Aufstieg durch den Turm, Öffnen des Turms in Höhe der Optik und dann der weitere Aufstieg am Mast waren nicht gerade einfach. Die Ersatzbirne war jedoch schnell eingebaut.

Mein Gedanke war, dass er nur hinaufgeklettert wurde um einem super Ausblick auf die Umgebung und das darunter liegende Schiff zu haben, denn die auf der Hinfahrt gebastelten Mini-Springer, drehten bereits ihre Runden in einem Planschbecken auf dem Versaufloch.

Auf der Rückfahrt gab es nicht viel Neues zu sehen, eben nur alles in umgekehrter Reihenfolge.

() http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?t=43531

() http://de.wikipedia.org/wiki/Rendsburger_Hochbr%C3%BCcke

() http://www.mamilade.de/schleswig-holstein/rendsburgeckernfoerde/

ausflugstipps/museum/museumsschiff-albatros-naturkundmuseum-damp

() http://www.dampfer-alexandra.de/index.php

() http://www.flensburger-dampf-rundum.de/Preise_Plaene/body_preise_plaene.html

() http://www.phaenomenta-flensburg.de/

(3) http://www.youtube.com/watch?v=PXh4oSQWb7A&feature=player_embedded

() http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=YloP7aoBY24

Einen weiteren Reisebericht nach Flensburg findet man unter: 

http://www.schiffsmodell.net/showthread.php?p=477656#post477656

Ein Gedanke zu „Reiseberichte

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